Freitag, 12. Juli 2013
Neu auf DVD:
Die fantastische Welt von Oz
Oscar Diggs (James Franco) ist ein kleiner Zirkusmagier mit fragwürdiger Moral. Als er sich eines Tages nach einem schweren Wirbelsturm in der fantastischen Welt von Oz wiederfindet, denkt er, einen Volltreffer gelandet zu haben. Ruhm und Reichtum scheinen greifbar nah - zumindest bis er den drei Hexen Theodora (Mila Kunis), Evanora (Rachel Weisz) und Glinda (Michelle Williams) begegnet. Die sind nämlich überhaupt nicht davon überzeugt, dass er der große Zauberer ist, für den ihn alle halten. Widerstrebend wird Oscar in die Schwierigkeiten von Oz und seinen Bewohnern hineingezogen und muss herausfinden, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört, bevor es zu spät ist. Mit Illusionen, Einfallsreichtum und auch ein bisschen echter Zauberei schafft es Oscar schließlich, nicht nur zum großen und mächtigen Zauberer von Oz zu werden ...



Das Beste an dem Film ist irgendwie noch der Übergang zwischen schwarzweiss und der farbfrohen Welt von Oz. Der Rest an dem Streifen ist optischer Overkill und künstliche CGI-Welten ohne Tiefgang. Die Geschichte passt da auf eine der grellen Glockenblümchen und dient ansonsten gerade einmal als überschwaches Alibi für durchkalkulierte Special Effects. Das konsequente Overacting von James Franco ("Planet der Affen: Prevolution") mag noch eine Weile davon ablenken, aber Rachel Weisz ("Die Mumie"), Michelle Williams ("Brokeback Mountain") und die eigentlich grossartige Mila Kunis ("Freunde mit gewissen Vorzügen") wirken völlig fehl am Platz mit ihren leblosen Rollen. Regisseur Sam Raimi ("Spiderman") gelingt es zu keinem Zeitpunkt, wirkliches Interesse für seine Figuren und ihre fantasievolle Welt zu wecken, die mehr noch als Tim Burtons buntes "Alice im Wunderland" in der eigenen Bilderbuch-Optik ersäuft. Insgesamt enttäuschend!
Bewertung: 4/10 (Moviepilot Prognose 6,5)


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