Donnerstag, 17. Mai 2012
Donna Summer ist tot
Legendäre Disco-Queen
Ihr Hit "Hot Stuff" durfte lange auf keiner Party fehlen: Donna Summer hat mit unsterblichen Songs die Disco-Ära geprägt. Nun ist die amerikanische Musikerin im Alter von 63 Jahren gestorben.



Englewood - Donna Summer, Disco-Queen der siebziger und achtziger Jahre, ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Das teilte ihre Familie am Donnerstag in Englewood im US-Staat Florida mit. Ihre Hits wie "Hot Stuff", "Last Dance", "Love To Love You Baby", "She Works Hard For The Money" und "Bad Girls" wurden zum Soundtrack einer glitzernden Disco-Ära mit Sex, Drogen, Tanz und extravaganter Kleidung.

"Während wir um sie trauern, feiern wir in Frieden ihr außergewöhnliches Leben und ihr andauerndes Erbe", heißt es in der Erklärung der Angehörigen. Nach Angaben des Internetportals "TMZ" und des Senders "CNN" ist die US-Sängerin an einer Krebserkrankung gestorben. Summer war zweimal verheiratet. Aus erster Ehe stammt ihre Tochter Mimi. 1980 heiratete sie den Musiker Bruce Sudano und hatte mit ihm die Töchter Brooklyn und Amanda.

"Mein Beileid für Donna Summers Familie und ihre Freunde", twitterte La Toya Jackson. "Wir werden sie schrecklich vermissen. Sie war warhaftig die Disco Queen." US-Sängerin und Schauspielerin Katharine McPhee ("Shark Night 3D") schrieb: "Ruhe in Frieden Donna Summer... Ich hoffe, du tanzt dort oben."

Nick Rhodes von der von Summer beeinflussten Popband Duran Duran erklärte: "Ich habe gerade die sehr traurige Nachricht von Donna Summers Tod gehört. Ich habe keinen Zweifel daran, dass ihr Lied 'I Feel Love' einen dramatischen Effekt auf die moderne Musik hatte. Es war ganz sicher einer der wichtigsten Einflüsse bei meiner Arbeit mit Duran Duran (...). Es kommt höchst selten vor, dass du ein Lied hörst, das deine Wahrnehmung von Musik vollkommen verändert. 'I Feel Love' hat das geschafft."

Summer beeinflusste Michael Jackson und Madonna

Die Karriere der in Boston geborenen LaDonna Andrea Gaines, wie sie eigentlich hieß, begann in Deutschland. Der Musikproduzent Hansjörg Moroder, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Giorgio Moroder, hatte der jungen Frau empfohlen, einfach den Nachnamen ihres österreichischen Ehemannes Helmuth Sommer zu anglisieren. Die mit Moroder 1975 in München aufgenommene, erotisch hingestöhnte Single "Love To Love You Baby" wurde zu einem Skandal und einem Welterfolg.

Summer gelang in den siebziger Jahren der Durchbruch, viele ihre Alben erreichten Gold- und Platinstatus. Mit "She Works Hard for the Money" sang sie 1983 die Hymne aller alleinerziehenden Mütter. Viele Stars der folgenden 30 Jahre - darunter Michael Jackson, Madonna und Beyonce - bekannten, von ihr beeinflusst zu sein.

Donna Summers Sound war eine Mischung mehrere Genres. Sie gewann Grammy-Auszeichnungen in den Kategorien Dance, Rock, R&B. Der Ruhm hinterließ aber Spuren. Ende der siebziger Jahre kämpfte Summer mit Depressionen und unternahm mehrere Selbstmordversuche.

2008 veröffentlichte sie ihr letztes Album, "Crayons". In dem Jahr trat sie auch in der Casting-Show "American Idol" auf. Laut dem "TMZ"-Bericht hat Summer vor ihrem Tod an einem neuen Album gearbeitet.
Quelle: www.spiegel.de

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Neu auf DVD:
Mission Impossible 4 - Phantom Protokoll
Als eine mächtige Explosion den Kreml in Moskau erschüttert, stehen Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) und seine Impossible Mission Force (IMF) plötzlich als Hauptverdächtige im Fokus. Und tatsächlich hat sich der Geheimagent mit seinem Partner Dunn (Simon Pegg) während des Anschlags im Kreml befunden, das Attentat aber nicht zu verantworten. Der Druck wird so groß, dass der US-Präsident das Phantom-Protokoll ausruft. Von nun an wird die Elitetruppe IMF verleugnet und muss im Untergrund nach den Hintermännern fanden. Ein Soziopath namens Cobolt (Michael Nyqvist) hat geheime Abschusscodes für russische Nuklearraketen erbeutet, Hunt will sie ihm abjagen, um einen Atomkrieg zu verhindern. Während die Fahndung nach Cobolt das IMF-Team mit Unterstützung des Innendienstlers William Brandt (Jeremy Renner) nach Dubai führt, droht das Attentat einen neuen Kalten Krieg zwischen den Supermächten USA und Russland zu verursachen und einen Kampf auszulösen.
Quelle: www.filmstarts.de



Nach einem grossartigem Erstling, einem katastrophal überfrachtetem Sequel und einem vergessenswert durchschnittlichen dritten Teil setzt Hollywoods vielleicht umstrittenster Megastar Tom Cruise ("Operation Walküre") alles auf eine Karte, um mit einer spektakulären Fortsetzung sein einziges Franchise zu retten. Und er behält Recht, denn was mit "Phantom Protokoll" geboten wird ist nicht weniger als perfektioniertes Action-Kino. Von der ersten Minute an wird der Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt gejagt, die sich selbst vor einem James Bond Agenten nicht verstecken muss. Ohne Atempause hetzt die einigermassen schlüssige Handlung von einer Action-Sequenz zur nächsten, von denen sich nicht nur die Kletterei auf Dubais höchstem Wolkenkratzer ins Gedächtnis brennt. Auch die darauf folgende Jagd im Sandsturm und der ausgeklüngelte Einbruch im indischen Mumbai sind eindrucksvoll inszeniert und sorgen für Adrenalinstösse. Für romantische Ausfälle bleibt bei dem hohen Tempo keine Zeit, aber immerhin für augenzwinkernden Humor, der vor allem von Simon Pegg ("Hot Fuzz") kommt. "M:I 4" funktioniert als fulminantes Action-Feuerwerk mit Spannungskurve auf Maximum, zwar nicht besonders tiefsinnig, aber Blockbuster-Kino auf visuell höchstem Niveau.
Bewertung: 8/10 (Moviepilot Prognose 7,5)


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