Samstag, 24. März 2012
Stadt Land Fluss (2011)
Bei der Ernte wird auch sonntags gearbeitet, der Stall muss immer sauber abgefegt sein, und wenn die Mutterkuh ihr Kalb nicht annimmt, wird es von Hand aufgezogen. Marko (Lukas Steltner) ist Auszubildender in einem großen Agrarbetrieb im Nuthe-Urstromtal, 60 km südlich von Berlin. Besteht er seine Abschlussprüfung, ist er Landwirt. Ob er das überhaupt sein will, weiß er nicht. Außerhalb der Arbeit hat er wenig Kontakte, die elf anderen Auszubildenden halten ihn für einen verschlossenen Einzelgänger. Aber als Jacob (Kai Michael Müller), ein neuer Praktikant, im Betrieb auftaucht, wagt sich Marko langsam aus der Rolle des Außenseiters heraus. Bei der Ernte, beim Abfahren des Getreides und beim Umbuchten der Kälber kommen die beiden jungen Männer sich näher. Für einen Tag reißen sie nach Berlin aus und danach ist nichts mehr wie zuvor.

"Stadt Land Fluss" ist ein unglaublich träger Coming-Out Film, der kaum etwas zu erzählen hat, das aber immerhin authentisch tut (zumindest was das Landleben betrifft). Seine Ästhetik und der behäbige Inszenierungsstil erinnert dabei jedoch an einen spröden 80er Jahre Fernsehfilm. Wirklich Bewegung kommt nie in die Geschichte, deren Charaktäre sich in Zeitlupe durch eine Handlung bewegen, die ohne Höhen und Tiefen daherkommt - und auch kein wirkliches Ende hat. Sowas kann man heutzutage doch viel besser machen. Überflüssig!
Bewertung: 3/10


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