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Montag, 28. Mai 2012
The Land That Time Forgot (2009)
crizcgn, 19:40h
Zwei frischverheiratete Paare chartern ein Boot um eine Vergnügungsreise durch die Karibik zu genießen. Nach einem verheerenden Sturm auf dem Meer stranden sie an der Küste der mysteriösen Insel Caprona. Die Insel befindet sich im Bermuda Dreieck, und hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Zu den Inselbewohnern zählen neben der Mannschaft eines gestrandeten deutschen U-Bootes monströse Dinosaurier und andere Urzeitwesen. Die Jungverheiraten und der Charter-Bootskapitän müssen zusammen mit der U-Boots-Besatzung mit einer Vielfalt von Hindernissen kämpfen, um der Insel zu entkommen, um in die Gegenwart zurückzugelangen ...
"The Asylum" schlägt wieder zu und liefert ein weiteres actionkonzentriertes aber sinnfreies Fantasy-Rip-Off, das sich grob an Sir Arthur Conan Doyles "The lost world" orientiert. Der Film hält sich dabei gar nicht erst mit einer Einleitung auf, sondern schleudert seine Figuren direkt in einen Seesturm. Ansonsten vermeidet die Story aber jede Tiefe und hetzt sich von einer Action-Sequenz zur nächsten, bei denen Wühltisch-Dialoge bestenfalls als rhetorisches Zwischenspiel dienen. Am Gruseligsten sind allerdings die Special Effects, die jeden Computer-Dino wie aus den 80ern wirken lässt. Was jetzt aber nach dem cineastischen Untergang des Hollywoodlandes klingen mag, ist auf naive Art durchaus noch unterhaltend und (zumeist unfreiwillig) lustig. Insofern, was soll`s ...
Bewertung: 3,5/10

"The Asylum" schlägt wieder zu und liefert ein weiteres actionkonzentriertes aber sinnfreies Fantasy-Rip-Off, das sich grob an Sir Arthur Conan Doyles "The lost world" orientiert. Der Film hält sich dabei gar nicht erst mit einer Einleitung auf, sondern schleudert seine Figuren direkt in einen Seesturm. Ansonsten vermeidet die Story aber jede Tiefe und hetzt sich von einer Action-Sequenz zur nächsten, bei denen Wühltisch-Dialoge bestenfalls als rhetorisches Zwischenspiel dienen. Am Gruseligsten sind allerdings die Special Effects, die jeden Computer-Dino wie aus den 80ern wirken lässt. Was jetzt aber nach dem cineastischen Untergang des Hollywoodlandes klingen mag, ist auf naive Art durchaus noch unterhaltend und (zumeist unfreiwillig) lustig. Insofern, was soll`s ...
Bewertung: 3,5/10

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Sonntag, 27. Mai 2012
Finale des Eurovision Song Contest 2012
Loreen und Anke - die Heldinnen von Baku
Loreen und Anke - die Heldinnen von Baku
crizcgn, 16:02h
Sie haben den 57. Eurovision Song Contest gerettet: Die schwedische Siegerin Loreen und Anke Engelke, die sich bei der deutschen Punktevergabe politisch äußerte.
Es ist totenstill in der Kristallhalle von Baku, als Anke Engelke die magischen Worte sagt: "Es ist gut, abstimmen zu können und gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf dem weiteren Weg, Aserbaidschan. Europa wird dich dabei beobachten." So leitet sie die deutsche Punktevergabe live von der Hamburger Reeperbahn ein. Während die Aserbaidschaner wie erstarrt in die Runde schauen, brandet bei einigen deutschen Fans in der Arena Jubel aus. Mit "Bravo, Bravo"-Rufen unterstützen sie das Statement für die Freiheit. Anke Engelke hat mit ihrem Mut verhindert, dass der Eurovision Song Contest (ESC) 2012 zu einer Jubelveranstaltung des autoritären Regimes in Aserbaidschan wird. Sie ist eine der Heldinnen von Baku. Die andere ist die schwedische Sängerin Loreen.

Mit haushohem Vorsprung hat Loreen am Samstagabend mit ihrem Song "Euphoria" den 57. Eurovision Song Contest in Baku gewonnen. Aus 18 Ländern, darunter auch aus Deutschland, erhielt sie die Höchstnote von zwölf Punkten, außerdem etliche Zehn- und Acht-Punktewertungen. Italien war das einzige Land, das gar keine Punkte an Schweden vergab. Ganze 372 Zähler standen am Ende auf dem Konto der 28-Jährigen. Das ist nach Alexander Rybaks Sieg 2009 die zweithöchste Wertung aller Zeiten. Auf dem zweiten Platz (259 Punkte) landete Russlands omatöse Girl-Group Buranowkije Babuschki mit dem Gute-Laune-Song "Party for everybody", auf dem dritten der serbische Teilnehmer Željko Joksimović mit seiner Ballade "Nije Ljubav Stvar". Für Loreen war es beinahe ein Start-Ziel-Sieg. Schon nach vier Wertungen lag die Schwedin in Führung - und sollte sie bis zum Ende nicht mehr hergeben. Dabei darf ihr Auftritt durchaus als bizarr bezeichnet werden.
Zuschauer stimmen lauthals ein
Mit einem Beschwörungstanz hat die barfüßige Loreen Europa betört. Die dunklen Fransenhaare wehen ihr wild ins Gesicht, die Bühne ist in düsteres Licht gehüllt. Nur Loreen wird mystisch vom Scheinwerferlicht angestrahlt. Wie beim Hexentanz geht sie mit dem linken Bein in die Knie, spreizt das rechte zur Seite ab und bewegt die Hände zur magischen Acht, um dann ein lautes "Feeling up-up-up-up-up" auszustoßen. In den Refrain stimmen die 16.000 Zuschauer in der Kristallhalle lauthals ein, ehe dann sogar Kunstschnee auf die Schwedin nieder rieselt. Beim Juryfinale am Freitagabend hatte sie sich an einer Flocke verschluckt. Doch trotz ihres "Feeling up-up-up-hust-up", den die Jurys zu sehen bekamen, war ihr der Sieg nicht zu nehmen. Grandioser Abschluss des Spektakels ist Loreens Pina-Bausch-Sprung auf ihren Tänzer. Kaum einen der Zuschauer hält es jetzt noch auf den Sitzen. Loreen ist nicht nur der Liebling Europas, sondern auch der Kristallhalle.

Dabei hat sie während ihres Aufenthalts in Baku für einige Kontroversen gesorgt. Nachdem sie sich in der vergangenen Woche mit mehreren Menschenrechtlern in der aserbaidschanischen Hauptstadt getroffen hatte, wurde hinterher sogar der schwedische Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Loreen möge sich doch bitte auf ihre Musik konzentrieren und nicht in innere Angelegenheiten des Landes einmischen, lautete die Forderung der autoritären Führung Aserbaidschans. Doch Loreen ließ sich nicht den Mund verbieten. Auch auf der Pressekonferenz nach ihrem Sieg wagte sie sich aus dem Fenster. Danach gefragt, was ihr eigenwilliger Tanz ausdrücken soll, antwortete sie kurz: "Der Tanz demonstriert Freiheit." Bravo!
Eurovision Song Contest vor Schande bewahrt
Es sind solche Sätze, die den Eurovision Song Contest 2012 vor einer Schande bewahrt haben. Immer wieder hatte die Europäische Rundfunkunion EBU zuvor erklärt, dass der Grand Prix ein unpolitisches Event sei und damit überhaupt erst die Begründung geliefert, warum das Musikspektakel in einem Land stattfinden kann, in dem Menschenrechte, Presse- und Redefreiheit und das Recht auf freie Wahlen eingeschränkt sind. Ausgerechnet in dieser unpolitischen Show waren am Samstagabend aber etliche politische Anspielungen der Gastgeber zu sehen.
Da waren die Einspielfilme, mit denen der nächste Teilnehmer vorgestellt wurde. Sie zeigten meist gestellte Szenen aus Baku. Videosequenzen von schönen Fassaden und bunt angeleuchteten Häusern. Ziemlich einfallslos das ganze, tat aber auch niemandem weh. Aber da war auch die Postkarte vor dem Auftritt des Gastgeberlandes Aserbaidschan. "Karabach" war darauf zu lesen und zeigte die von Armenien besetzte und völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Region. Ein politischer Affront gegen den Nachbarn, der das Finale live ausstrahlen musste. Als dann auch noch ausgerechnet der Schwiegersohn des Präsidenten, Sänger Emin Agalarov, im Pausenakt auftrat (für ihn wurden die vergangenen Eurovisionsgewinner Niki und Ell, Lena, Alexander Rybak, Dima Bilan und Marija Šerifović ins Semifinale verbannt) und theatralisch eine überdimensionale aserbaidschanische Fahne küsste, war für viele angereiste Fans die Grenze des guten Geschmacks erreicht.
"Es geht auch um Völkerverständigung"
"Patriotismus in allen Ehren", sagt Bernd Ochs, der als deutscher Fan die Show in der Arena mitverfolgt hat. "Ich stehe hier auch im Deutschlandtrikot und wedele mit der deutschen Fahne, um Roman Lob zu unterstützen." Aber der Grand Prix lebe davon, dass kein Land sich über ein anderes stelle. "Es geht nicht nur um Musik, sondern auch um Freundschaft und Völkerverständigung." In Düsseldorf seien selbstverständlich die Flaggen aller Teilnehmerländer auf der Bühne zu sehen gewesen. Wie Aserbaidschan sich am Samstagabend präsentiert habe, sei teilweise "arrogant" und "widerlich" gewesen. "Ich bin heilfroh, dass der ESC im nächsten Jahr in einem freien Land stattfinden wird und freue mich auch über die gute Platzierung von Roman Lob."

Lob hat mit seinem Jamie-Cullum-Song "Standing Still" den achten Platz belegt. Sein reduzierter Auftritt ohne Pyrotechnik und Windmaschine schien Europa gefallen zu haben. Mit Mütze und im Schlabbershirt eroberte er die Herzen der Fernsehzuschauer. Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut für den 21-Jährigen aus. Nach der Hälfte der Abstimmung lag er abgeschlagen hinten. "Ich war ganz schön nervös", sagte Lob hinterher zu stern.de. "Ich saß da und hab' gesehen, wie Deutschland einen Punkt bekommen hat und dann sechs Länder lang gar nichts. Da hab ich mich schon gefragt: Was hast du falsch gemacht?" Doch anscheinend gar nichts. Neben der spanischen Teilnehmerin Pastora Soler lieferte Lob einen der stimmlich perfektesten Auftritte und startete eine famose Aufholjagd. Aus 20 Ländern erhielt der Mann mit den braunen Rehaugen schließlich Punkte, darunter jeweils zehn aus Irland, Ungarn, Estland, Dänemark und Portugal. Insgesamt kam er damit auf 110 Zähler und somit mehr als Lena Meyer-Landrut bei ihrer zweiten Teilnahme im vergangenen Jahr in Düsseldorf (10. Platz, 107 Punkte). "Super glücklich" sei er über sein Abschneiden "Top zehn wollte ich, supergeil. Achter Platz, was will man mehr? Das war mein Wunsch und ich bin stolz darauf, das erreicht zu haben."
ESC endet versöhnlich
"Stockholm, Stockholm, wir fahren nach Stockholm", skandieren einige deutschen Fans am frühen Morgen vor dem Pressezentrum. So endet der 57. Eurovision Song Contest im umstrittenen Austragungsort Aserbaidschan versöhnlich. Nicht nur wegen des famosen Siegs der Schwedin, sondern weil es dem autoritären Regime zum Glück nicht gelungen ist, Singspiele für einen Diktator aus dem Musikwettbewerb zu machen. Zu verdanken ist dies allerdings nicht der EBU, die sich feige aus ihrer Verantwortung gestohlen hat, sondern all denjenigen, die nicht geschwiegen haben. So wie Anke Engelke und Siegerin Loreen.
Nachtrag: Auch bei der schwedischen und finnischen Punktevergabe gab es eine Anspielung auf die Menschenrechtssituation in Baku. Beide Länder haben sich auf ihre Weise über die Bombastshow lustig gemacht. In ironischer Weise schlüpfte Moderatorin Sarah Dawn Finer in die Rolle einer von einem totalitären Staat bezahlten Fremdenführerin und schwärmte mit verstellter und übertriebener Stimme vor, wie "amazing" der ESC in Baku gewesen sei. Bei Hartrocker Lordi liefen bei der Punktevergabe Hochglanzbilder aus Finnland im Hintergrund, die erstaunlich an die grotesken Postkarten Aserbaidschans erinnerten.
Von Jens Maier, Quelle: www.stern.de
ESC-Finale in Baku: Schweden jubelt, Anke...
Es ist totenstill in der Kristallhalle von Baku, als Anke Engelke die magischen Worte sagt: "Es ist gut, abstimmen zu können und gut, eine Wahl zu haben. Viel Glück auf dem weiteren Weg, Aserbaidschan. Europa wird dich dabei beobachten." So leitet sie die deutsche Punktevergabe live von der Hamburger Reeperbahn ein. Während die Aserbaidschaner wie erstarrt in die Runde schauen, brandet bei einigen deutschen Fans in der Arena Jubel aus. Mit "Bravo, Bravo"-Rufen unterstützen sie das Statement für die Freiheit. Anke Engelke hat mit ihrem Mut verhindert, dass der Eurovision Song Contest (ESC) 2012 zu einer Jubelveranstaltung des autoritären Regimes in Aserbaidschan wird. Sie ist eine der Heldinnen von Baku. Die andere ist die schwedische Sängerin Loreen.

Mit haushohem Vorsprung hat Loreen am Samstagabend mit ihrem Song "Euphoria" den 57. Eurovision Song Contest in Baku gewonnen. Aus 18 Ländern, darunter auch aus Deutschland, erhielt sie die Höchstnote von zwölf Punkten, außerdem etliche Zehn- und Acht-Punktewertungen. Italien war das einzige Land, das gar keine Punkte an Schweden vergab. Ganze 372 Zähler standen am Ende auf dem Konto der 28-Jährigen. Das ist nach Alexander Rybaks Sieg 2009 die zweithöchste Wertung aller Zeiten. Auf dem zweiten Platz (259 Punkte) landete Russlands omatöse Girl-Group Buranowkije Babuschki mit dem Gute-Laune-Song "Party for everybody", auf dem dritten der serbische Teilnehmer Željko Joksimović mit seiner Ballade "Nije Ljubav Stvar". Für Loreen war es beinahe ein Start-Ziel-Sieg. Schon nach vier Wertungen lag die Schwedin in Führung - und sollte sie bis zum Ende nicht mehr hergeben. Dabei darf ihr Auftritt durchaus als bizarr bezeichnet werden.
Zuschauer stimmen lauthals ein
Mit einem Beschwörungstanz hat die barfüßige Loreen Europa betört. Die dunklen Fransenhaare wehen ihr wild ins Gesicht, die Bühne ist in düsteres Licht gehüllt. Nur Loreen wird mystisch vom Scheinwerferlicht angestrahlt. Wie beim Hexentanz geht sie mit dem linken Bein in die Knie, spreizt das rechte zur Seite ab und bewegt die Hände zur magischen Acht, um dann ein lautes "Feeling up-up-up-up-up" auszustoßen. In den Refrain stimmen die 16.000 Zuschauer in der Kristallhalle lauthals ein, ehe dann sogar Kunstschnee auf die Schwedin nieder rieselt. Beim Juryfinale am Freitagabend hatte sie sich an einer Flocke verschluckt. Doch trotz ihres "Feeling up-up-up-hust-up", den die Jurys zu sehen bekamen, war ihr der Sieg nicht zu nehmen. Grandioser Abschluss des Spektakels ist Loreens Pina-Bausch-Sprung auf ihren Tänzer. Kaum einen der Zuschauer hält es jetzt noch auf den Sitzen. Loreen ist nicht nur der Liebling Europas, sondern auch der Kristallhalle.

Dabei hat sie während ihres Aufenthalts in Baku für einige Kontroversen gesorgt. Nachdem sie sich in der vergangenen Woche mit mehreren Menschenrechtlern in der aserbaidschanischen Hauptstadt getroffen hatte, wurde hinterher sogar der schwedische Botschafter ins Außenministerium einbestellt. Loreen möge sich doch bitte auf ihre Musik konzentrieren und nicht in innere Angelegenheiten des Landes einmischen, lautete die Forderung der autoritären Führung Aserbaidschans. Doch Loreen ließ sich nicht den Mund verbieten. Auch auf der Pressekonferenz nach ihrem Sieg wagte sie sich aus dem Fenster. Danach gefragt, was ihr eigenwilliger Tanz ausdrücken soll, antwortete sie kurz: "Der Tanz demonstriert Freiheit." Bravo!
Eurovision Song Contest vor Schande bewahrt
Es sind solche Sätze, die den Eurovision Song Contest 2012 vor einer Schande bewahrt haben. Immer wieder hatte die Europäische Rundfunkunion EBU zuvor erklärt, dass der Grand Prix ein unpolitisches Event sei und damit überhaupt erst die Begründung geliefert, warum das Musikspektakel in einem Land stattfinden kann, in dem Menschenrechte, Presse- und Redefreiheit und das Recht auf freie Wahlen eingeschränkt sind. Ausgerechnet in dieser unpolitischen Show waren am Samstagabend aber etliche politische Anspielungen der Gastgeber zu sehen.
Da waren die Einspielfilme, mit denen der nächste Teilnehmer vorgestellt wurde. Sie zeigten meist gestellte Szenen aus Baku. Videosequenzen von schönen Fassaden und bunt angeleuchteten Häusern. Ziemlich einfallslos das ganze, tat aber auch niemandem weh. Aber da war auch die Postkarte vor dem Auftritt des Gastgeberlandes Aserbaidschan. "Karabach" war darauf zu lesen und zeigte die von Armenien besetzte und völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörende Region. Ein politischer Affront gegen den Nachbarn, der das Finale live ausstrahlen musste. Als dann auch noch ausgerechnet der Schwiegersohn des Präsidenten, Sänger Emin Agalarov, im Pausenakt auftrat (für ihn wurden die vergangenen Eurovisionsgewinner Niki und Ell, Lena, Alexander Rybak, Dima Bilan und Marija Šerifović ins Semifinale verbannt) und theatralisch eine überdimensionale aserbaidschanische Fahne küsste, war für viele angereiste Fans die Grenze des guten Geschmacks erreicht.
"Es geht auch um Völkerverständigung"
"Patriotismus in allen Ehren", sagt Bernd Ochs, der als deutscher Fan die Show in der Arena mitverfolgt hat. "Ich stehe hier auch im Deutschlandtrikot und wedele mit der deutschen Fahne, um Roman Lob zu unterstützen." Aber der Grand Prix lebe davon, dass kein Land sich über ein anderes stelle. "Es geht nicht nur um Musik, sondern auch um Freundschaft und Völkerverständigung." In Düsseldorf seien selbstverständlich die Flaggen aller Teilnehmerländer auf der Bühne zu sehen gewesen. Wie Aserbaidschan sich am Samstagabend präsentiert habe, sei teilweise "arrogant" und "widerlich" gewesen. "Ich bin heilfroh, dass der ESC im nächsten Jahr in einem freien Land stattfinden wird und freue mich auch über die gute Platzierung von Roman Lob."

Lob hat mit seinem Jamie-Cullum-Song "Standing Still" den achten Platz belegt. Sein reduzierter Auftritt ohne Pyrotechnik und Windmaschine schien Europa gefallen zu haben. Mit Mütze und im Schlabbershirt eroberte er die Herzen der Fernsehzuschauer. Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut für den 21-Jährigen aus. Nach der Hälfte der Abstimmung lag er abgeschlagen hinten. "Ich war ganz schön nervös", sagte Lob hinterher zu stern.de. "Ich saß da und hab' gesehen, wie Deutschland einen Punkt bekommen hat und dann sechs Länder lang gar nichts. Da hab ich mich schon gefragt: Was hast du falsch gemacht?" Doch anscheinend gar nichts. Neben der spanischen Teilnehmerin Pastora Soler lieferte Lob einen der stimmlich perfektesten Auftritte und startete eine famose Aufholjagd. Aus 20 Ländern erhielt der Mann mit den braunen Rehaugen schließlich Punkte, darunter jeweils zehn aus Irland, Ungarn, Estland, Dänemark und Portugal. Insgesamt kam er damit auf 110 Zähler und somit mehr als Lena Meyer-Landrut bei ihrer zweiten Teilnahme im vergangenen Jahr in Düsseldorf (10. Platz, 107 Punkte). "Super glücklich" sei er über sein Abschneiden "Top zehn wollte ich, supergeil. Achter Platz, was will man mehr? Das war mein Wunsch und ich bin stolz darauf, das erreicht zu haben."
ESC endet versöhnlich
"Stockholm, Stockholm, wir fahren nach Stockholm", skandieren einige deutschen Fans am frühen Morgen vor dem Pressezentrum. So endet der 57. Eurovision Song Contest im umstrittenen Austragungsort Aserbaidschan versöhnlich. Nicht nur wegen des famosen Siegs der Schwedin, sondern weil es dem autoritären Regime zum Glück nicht gelungen ist, Singspiele für einen Diktator aus dem Musikwettbewerb zu machen. Zu verdanken ist dies allerdings nicht der EBU, die sich feige aus ihrer Verantwortung gestohlen hat, sondern all denjenigen, die nicht geschwiegen haben. So wie Anke Engelke und Siegerin Loreen.
Nachtrag: Auch bei der schwedischen und finnischen Punktevergabe gab es eine Anspielung auf die Menschenrechtssituation in Baku. Beide Länder haben sich auf ihre Weise über die Bombastshow lustig gemacht. In ironischer Weise schlüpfte Moderatorin Sarah Dawn Finer in die Rolle einer von einem totalitären Staat bezahlten Fremdenführerin und schwärmte mit verstellter und übertriebener Stimme vor, wie "amazing" der ESC in Baku gewesen sei. Bei Hartrocker Lordi liefen bei der Punktevergabe Hochglanzbilder aus Finnland im Hintergrund, die erstaunlich an die grotesken Postkarten Aserbaidschans erinnerten.
Von Jens Maier, Quelle: www.stern.de
ESC-Finale in Baku: Schweden jubelt, Anke...
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Loreen - Euphoria (Gewinner ESC 2012)
crizcgn, 09:20h
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Samstag, 26. Mai 2012
DJ TRACKS 05-2012
crizcgn, 22:27h
Neue DJ Tracks Mai 2012
ALESSO VS. KEANE - SILENCED BY THE NIGHT (ALESSO REMIX)
AN21 & MAX VANGELI VS. STEVE ANGELLO - H8RS (ORIGINAL MIX)
ARMIN VAN BUUREN - WE ARE HERE TO MAKE SOME NOISE (UEFA EURO 2012)
AVICII FEAT.SALEM AL FAKIR - SILHOUETTES (NEW VOCAL MIX 2O12)
AVICII VS. LENNY KRAVITZ - SUPERLOVE (ORIGINAL MIX)
AZEALIA BANKS FT. LAZY JAY - 212 (LUCIFUCK REMIX)
BASTO & YVES V - CLOUDBREAKER (BASTO REMIX)
CARLY RAE JEPSEN - CALL ME MAYBE (REIDICULOUS REMIX)
CHIMA - MORGEN (NIELS VAN GOGH REMIX) - NIELS VAN GOGH OFFICIAL
CHUCKIE & HARDWELL FT. AMBUSH - MOVE IT 2 THE DRUM (DJ FUNKADELIC)
CLARK & KENT - CATCH A STAR (ANDY CHILES REMIX)
DAVID GUETTA FT. CHRIS BROWN & LIL WAYNE - I CAN ONLY IMAGINE
DJANE HOUSEKAT FEAT. RAMEEZ - MY PARTY (EXTENDED MIX)
DONNY MONTELL - LOVE IS BLIND (LITHUANIA NEW WEST CLUB REMIX)
EDX FEAT. JOHN WILLIAMS - GIVE IT UP FOR LOVE (ORIGINAL CLUB MIX)
FAR TOO LOUD - MEGALOUD (ORIGINAL MIX)
FEDDE LE GRAND, DENIZ KOYU & JOHAN WEDEL - TURN IT (ORIGINAL MIX)
FLORIDA - WHISTLE (LIAM KEEGAN MIX)
FLUX PAVILION FT. EXAMPLE - DAYDREAMER (HENRY FONG REMIX)
HARDWELL FEAT. MITCH CROWN - CALL ME A SPACEMAN (EXTENDED MIX)
KASKADE FT. SKYLAR GREY - ROOM FOR HAPPINESS (MYSTO & PIZZI REMIX)
KID CUDI - PURSUIT OF HAPPINESS (STEVE AOKI EXTENDED REMIX)
KURD MAVERICK - COME ON, LET'S WORK
KYLIE MINOGUE - TIMEBOMB (BRIAN CUA EXTENDED BOOTLEG)
LOREEN - EUPHORIA (WAWA CLUB MIX)
LYKKE LI - I FOLLOW RIVERS (THE CONTROL FREAKZ BOOTLEG)
MADONNA - GIRL GONE WILD (AVICII REMIX)
MATT DAREY FEAT LEAH - HOLD YOUR BREATH (KHOMHA REMIX)
MAX URBAN FEAT. ROCKY ROCK - BEST PARTY IN TOWN (DAVID MAY MIX)
MIKE SHIVER FT. BO BRUCE - STILL HERE (ORIGINAL MIX)
MILK & SUGAR FEAT. NERI PER CASO - VIA CON ME (IT'S WONDERFUL)
NICKY ROMERO & ZROQ - WTF (ORIGINAL MIX)
OCEANA - ENDLESS SUMMER (REMADY REMIX EXTENDED)
OTTO KNOWS - MILLION VOICES (ORIGINAL MIX)
PITBULL - BACK IN TIME (DJ CEEJAY REMIX)
PITBULL - BACK IN TIME (SELECTA BOOTLEG)
PRINCE - DANCE 4 ME (JAMIE LEWIS REVAMPED PURPLE MIX)
PRYDA - ALLEIN (ORIGINAL MIX)
R.I.O. FEAT. NICCO - PARTY SHAKER (WHIRLMOND REMIX)
RIHANNA - WHERE HAVE YOU BEEN - HARDWELL EXTENDED REMIX
ROBBIE RIVERA - FOREVER YOUNG - ORIGINAL MIX
SIDNEY SAMSON FT. PITBULL & AKON - GIMME DAT ASS
SPENCER & HILL FEAT. ARI - SURRENDER (ORIGINAL MIX)
SUGARSTARR FEAT SANDRA HUFF - GET UP (EXTENDED VOCAL MIX)
SWAY - LEVEL UP (CAHILL EXTENDED MIX)
TAIO CRUZ FEAT. PITBULL - THERE SHE GOES (MOTO BLANCO CLUB MIX)
THE BLACK EYED PEAS - IMMA BE (DJ DAN DIRTY EXTENDED VOCAL MIX)
THE CHURCH - UNDER THE MILKY WAY (LANCE CASHION REMIX)
THE SATURDAYS - 30 DAYS (JRMX CLUB MIX)
THE SATURDAYS - WORK (CAHILL CLUB MIX)
THE WANTED - CHASING THE SUN (D-VELRO BOOTLEG MIX)
TJR - FUNKY VODKA (ORIGINAL MIX)
TULISA - WE ARE YOUNG (THE ALIAS CLUB MIX)
USHER - SCREAM (ORIGINAL VERSION)
WISIN & YANDEL FT JENNIFER LOPEZ - FOLLOW THE LEADER (JAVI MAX REMIX)

ALESSO VS. KEANE - SILENCED BY THE NIGHT (ALESSO REMIX)
AN21 & MAX VANGELI VS. STEVE ANGELLO - H8RS (ORIGINAL MIX)
ARMIN VAN BUUREN - WE ARE HERE TO MAKE SOME NOISE (UEFA EURO 2012)
AVICII FEAT.SALEM AL FAKIR - SILHOUETTES (NEW VOCAL MIX 2O12)
AVICII VS. LENNY KRAVITZ - SUPERLOVE (ORIGINAL MIX)
AZEALIA BANKS FT. LAZY JAY - 212 (LUCIFUCK REMIX)
BASTO & YVES V - CLOUDBREAKER (BASTO REMIX)
CARLY RAE JEPSEN - CALL ME MAYBE (REIDICULOUS REMIX)
CHIMA - MORGEN (NIELS VAN GOGH REMIX) - NIELS VAN GOGH OFFICIAL
CHUCKIE & HARDWELL FT. AMBUSH - MOVE IT 2 THE DRUM (DJ FUNKADELIC)
CLARK & KENT - CATCH A STAR (ANDY CHILES REMIX)
DAVID GUETTA FT. CHRIS BROWN & LIL WAYNE - I CAN ONLY IMAGINE
DJANE HOUSEKAT FEAT. RAMEEZ - MY PARTY (EXTENDED MIX)
DONNY MONTELL - LOVE IS BLIND (LITHUANIA NEW WEST CLUB REMIX)
EDX FEAT. JOHN WILLIAMS - GIVE IT UP FOR LOVE (ORIGINAL CLUB MIX)
FAR TOO LOUD - MEGALOUD (ORIGINAL MIX)
FEDDE LE GRAND, DENIZ KOYU & JOHAN WEDEL - TURN IT (ORIGINAL MIX)
FLORIDA - WHISTLE (LIAM KEEGAN MIX)
FLUX PAVILION FT. EXAMPLE - DAYDREAMER (HENRY FONG REMIX)
HARDWELL FEAT. MITCH CROWN - CALL ME A SPACEMAN (EXTENDED MIX)
KASKADE FT. SKYLAR GREY - ROOM FOR HAPPINESS (MYSTO & PIZZI REMIX)
KID CUDI - PURSUIT OF HAPPINESS (STEVE AOKI EXTENDED REMIX)
KURD MAVERICK - COME ON, LET'S WORK
KYLIE MINOGUE - TIMEBOMB (BRIAN CUA EXTENDED BOOTLEG)
LOREEN - EUPHORIA (WAWA CLUB MIX)
LYKKE LI - I FOLLOW RIVERS (THE CONTROL FREAKZ BOOTLEG)
MADONNA - GIRL GONE WILD (AVICII REMIX)
MATT DAREY FEAT LEAH - HOLD YOUR BREATH (KHOMHA REMIX)
MAX URBAN FEAT. ROCKY ROCK - BEST PARTY IN TOWN (DAVID MAY MIX)
MIKE SHIVER FT. BO BRUCE - STILL HERE (ORIGINAL MIX)
MILK & SUGAR FEAT. NERI PER CASO - VIA CON ME (IT'S WONDERFUL)
NICKY ROMERO & ZROQ - WTF (ORIGINAL MIX)
OCEANA - ENDLESS SUMMER (REMADY REMIX EXTENDED)
OTTO KNOWS - MILLION VOICES (ORIGINAL MIX)
PITBULL - BACK IN TIME (DJ CEEJAY REMIX)
PITBULL - BACK IN TIME (SELECTA BOOTLEG)
PRINCE - DANCE 4 ME (JAMIE LEWIS REVAMPED PURPLE MIX)
PRYDA - ALLEIN (ORIGINAL MIX)
R.I.O. FEAT. NICCO - PARTY SHAKER (WHIRLMOND REMIX)
RIHANNA - WHERE HAVE YOU BEEN - HARDWELL EXTENDED REMIX
ROBBIE RIVERA - FOREVER YOUNG - ORIGINAL MIX
SIDNEY SAMSON FT. PITBULL & AKON - GIMME DAT ASS
SPENCER & HILL FEAT. ARI - SURRENDER (ORIGINAL MIX)
SUGARSTARR FEAT SANDRA HUFF - GET UP (EXTENDED VOCAL MIX)
SWAY - LEVEL UP (CAHILL EXTENDED MIX)
TAIO CRUZ FEAT. PITBULL - THERE SHE GOES (MOTO BLANCO CLUB MIX)
THE BLACK EYED PEAS - IMMA BE (DJ DAN DIRTY EXTENDED VOCAL MIX)
THE CHURCH - UNDER THE MILKY WAY (LANCE CASHION REMIX)
THE SATURDAYS - 30 DAYS (JRMX CLUB MIX)
THE SATURDAYS - WORK (CAHILL CLUB MIX)
THE WANTED - CHASING THE SUN (D-VELRO BOOTLEG MIX)
TJR - FUNKY VODKA (ORIGINAL MIX)
TULISA - WE ARE YOUNG (THE ALIAS CLUB MIX)
USHER - SCREAM (ORIGINAL VERSION)
WISIN & YANDEL FT JENNIFER LOPEZ - FOLLOW THE LEADER (JAVI MAX REMIX)

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Freitag, 25. Mai 2012
Neu auf DVD:
Die Muppets (2011)
Die Muppets (2011)
crizcgn, 12:51h
Walter, der weltgrößte Muppet-Fan, sein Bruder Gary (Jason Segel) und dessen Freundin Mary (Amy Adams), verbringen ihre Ferien in Los Angeles und entdecken dort den Plan eines reichen Ölmagnaten (Chris Cooper), das Muppet-Theater abzureißen, um das darunter entdeckte Öl zu fördern. Nun gilt es, 10 Millionen Dollar für die Rettung des Theaters aufzutreiben, woran sich die drei Freunde in Zusammenarbeit mit Kermit sogleich setzen. Gemeinsam versuchen sie, die verrückte Truppe von einst wieder zusammen zu trommeln, um das Theater zu retten. Doch das ist leichter gesagt, als getan...
Zugegeben, das Drehbuch ist über weite Strecken kindlich naiv und auch äusserst unsinnig (alle Muppets passen in ein Auto?). Und die kitschigen Gesangseinlagen unterbrechen einmal zu oft den Handlungsfluss (wieso eigentlich eingedeutscht?). Aber insgesamt löst das Relaunch um Kermit, Fozzie, Gonzo, Miss Piggy und all den anderen vertrauten Stofftieren derart viel Nostalgie-Hormone aus, dass der überdrehte Film einfach nur Spass macht. Und Jack Black ("Gullivers Reisen") als Zwangs-Gaststar ist echt der absolute Knaller. Dass nebenbei zahllose bekannte Gesichter für ein paar Sekunden durchs Bild laufen (u.a. Whoopi Goldberg, Neil Patrick Harris, Zach Galifianakis, Danny Trejo, John Krasinski, Jim Parsons), fällt so schnell gar nicht auf. Die Muppets sind zurück - Applaus, Applaus, Applaus!
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)

Zugegeben, das Drehbuch ist über weite Strecken kindlich naiv und auch äusserst unsinnig (alle Muppets passen in ein Auto?). Und die kitschigen Gesangseinlagen unterbrechen einmal zu oft den Handlungsfluss (wieso eigentlich eingedeutscht?). Aber insgesamt löst das Relaunch um Kermit, Fozzie, Gonzo, Miss Piggy und all den anderen vertrauten Stofftieren derart viel Nostalgie-Hormone aus, dass der überdrehte Film einfach nur Spass macht. Und Jack Black ("Gullivers Reisen") als Zwangs-Gaststar ist echt der absolute Knaller. Dass nebenbei zahllose bekannte Gesichter für ein paar Sekunden durchs Bild laufen (u.a. Whoopi Goldberg, Neil Patrick Harris, Zach Galifianakis, Danny Trejo, John Krasinski, Jim Parsons), fällt so schnell gar nicht auf. Die Muppets sind zurück - Applaus, Applaus, Applaus!
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)

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Donnerstag, 24. Mai 2012
Neu auf DVD:
Clint Eastwoods 'J. Edgar'
Clint Eastwoods 'J. Edgar'
crizcgn, 22:17h
Fast 50 Jahre lang war J. Edgar Hoover (Leonardo DiCaprio) der Chef des 'Federal Bureau of Investigation'. So stieg er zum mächtigsten Mann in Amerika auf. Um sein Land zu schützen, schreckte er vor nichts zurück. Er überlebte die Regierungen von acht Präsidenten und drei Kriege, er kämpfte gegen reale und eingebildete Bedrohungen, wobei er die Gesetze oft recht eigenwillig auslegte, um den Schutz seiner Landsleute zu gewährleisten. Seine Methoden waren ebenso heroisch wie skrupellos. Wir erleben 'J. Edgar' mit Hoovers eigenen Augen: sein privates und sein öffentliches Leben, seine Beziehungen. Er verbog die Wahrheit ebenso leichtfertig, wie er unablässig für sie kämpfte. Sein Leben lang vertrat er eine sehr eigensinnige Rechtsauffassung, und mehr als einmal ließ er sich von der finsteren Seite der Macht leiten ...
Noch im höchsten Alter (Ende Mai sind es 82 Jahre) liefert Clint Eastwood ("Gran Torino", "Flags of Our Fathers") als Regisseur ein beeindruckendes Filmepos nach dem anderen. Nicht jede Produktion mag dabei ein echtes Meisterwerk sein, aber sehenswert sind sie allemal, auch wenn man dem "Dirty Harry" von einst langsam eine gewisse Altersmilde unterstellen kann. So bezieht er bei diesem Biopic über J. Edgar Hoover nicht wirklich Stellung zu der umstrittenen Persönlichkeit des allmächtigen Führer des 'Federal Bureau of Investigation'. Viel mehr porträtiert er einen aufstrebenden Patrioten mit privat unerfülltem Lebensglück. Dabei zeichnet er sowohl die unermesslichen Leistungen Hoovers für die kriminalistische Forensik aber auch den Altersstarsinn der späten Jahre nach. Dass ein Schwerpunkt der Geschichte dabei auf der vermeindlichen Homosexualität des Protagonisten liegt, ist allerdings wohl eher dem Schreiber Dustin Lance Black ("Milk") als dem nicht gerade schwulenfreundlichen Regisseur geschuldet. Der Dramaturgie tut es keine Abbruch, denn "J. Edgar" bietet dicht inszeniertes Autorenkino, das trotz seiner unspektakulärer Erzählweise eine innere Spannung aufbaut - auch wenn die allzu verschachtelten Rückblenden dabei etwas überhand nehmen. Über die kleineren Unwegsamkeiten sieht man aber schnell hinweg bei der erneut herausragenden Darstellerleistung von Leonardo DiCaprio ("Departed – Unter Feinden"), der dem in sich zerrissenen Charakter eine unglaubliche Tiefe verleiht. Man muss sich wirklich langsam fragen, was der grandiose Schauspieler noch tun muss, damit seine Leistung auch einmal von der Academy Award mit einem "Oscar" gekrönt wird, denn dort wurde "J. Edgar" dieses Jahr unverdienterweise völlig ignoriert. Sehenswertes Spätwerk von Hollywoodlegende Eastwood!
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 6,5)
Einen ausführlichen Kommentar zum Film gibt es auf www.welt.de

Noch im höchsten Alter (Ende Mai sind es 82 Jahre) liefert Clint Eastwood ("Gran Torino", "Flags of Our Fathers") als Regisseur ein beeindruckendes Filmepos nach dem anderen. Nicht jede Produktion mag dabei ein echtes Meisterwerk sein, aber sehenswert sind sie allemal, auch wenn man dem "Dirty Harry" von einst langsam eine gewisse Altersmilde unterstellen kann. So bezieht er bei diesem Biopic über J. Edgar Hoover nicht wirklich Stellung zu der umstrittenen Persönlichkeit des allmächtigen Führer des 'Federal Bureau of Investigation'. Viel mehr porträtiert er einen aufstrebenden Patrioten mit privat unerfülltem Lebensglück. Dabei zeichnet er sowohl die unermesslichen Leistungen Hoovers für die kriminalistische Forensik aber auch den Altersstarsinn der späten Jahre nach. Dass ein Schwerpunkt der Geschichte dabei auf der vermeindlichen Homosexualität des Protagonisten liegt, ist allerdings wohl eher dem Schreiber Dustin Lance Black ("Milk") als dem nicht gerade schwulenfreundlichen Regisseur geschuldet. Der Dramaturgie tut es keine Abbruch, denn "J. Edgar" bietet dicht inszeniertes Autorenkino, das trotz seiner unspektakulärer Erzählweise eine innere Spannung aufbaut - auch wenn die allzu verschachtelten Rückblenden dabei etwas überhand nehmen. Über die kleineren Unwegsamkeiten sieht man aber schnell hinweg bei der erneut herausragenden Darstellerleistung von Leonardo DiCaprio ("Departed – Unter Feinden"), der dem in sich zerrissenen Charakter eine unglaubliche Tiefe verleiht. Man muss sich wirklich langsam fragen, was der grandiose Schauspieler noch tun muss, damit seine Leistung auch einmal von der Academy Award mit einem "Oscar" gekrönt wird, denn dort wurde "J. Edgar" dieses Jahr unverdienterweise völlig ignoriert. Sehenswertes Spätwerk von Hollywoodlegende Eastwood!
Bewertung: 7,5/10 (Moviepilot Prognose 6,5)
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